Über mich

Ich arbeite als freie Autorin, Sängerin und Regisseurin. Ich liebe das Theater und finde mich mittlerweile genau zwischen den Brettern die die Welt bedeuten und den Nächten am Klavier als Songwriterin wieder.

 

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Probiert's mal mit Gemütlichkeit!




Es gibt einfach Begegnungen auf meiner Reise, die hauen mich aus den Socken. Die folgende Begegnung war nicht mit einem Menschen, sondern mit einem Elefanten. Genauer gesagt waren es sogar ganz viele Elefanten.


Grundsätzlich sieht man Elefanten überall in Thailand - vor allem als Souvenier. In Ayutthaya hatte ich zum ersten Mal Kontakt mit den echten Giganten, allerdings wurde hier auf ihnen geritten. Den Blick in diese großen, traurigen Augen werde ich niemals vergessen. Bitte: Reitet keine Elefanten. Das ist weder natürlich noch in irgendeiner Weise angenehm für die Tiere. Auch Parks und Veranstaltungen auf denen die Elefanten Fussball spielen oder Bilder malen, sollte man meiden - die Tiere werden jahrelang gequält, um diese Verhaltensmuster anzutrainieren.


Was ich euch aber von ganzem Herzen empfehlen kann: Besucht unbedingt eine "Elefanten Rettungsstation". Dieses Erlebnis war der absolute Wahnsinn. Ich war diesen Tieren näher, als ich es mir je erträumt hätte.


Außerdem hatte ich das unglaubliche Glück, außerhalb der Hauptsaison unterwegs zu sein (Anfang September 2019). Ich war praktisch alleine mit den Mitarbeitern der Rettungsstation und den Elefanten. Was für ein Erlebnis.


Zu Beginn musste das Futter bzw. die Medizin vorbereitet werden. Alle wichtigen Vitamine werden zu einem kleinen Snackball mit Nüssen und Bananen zusammen gemanscht.



Anschließend bekomme ich ca. 20 kleine Bananen in einen Beutel, um mit zwei der Elefanten spazieren zu gehen. Ich denke mir noch: "20 Bananen? Das is ja schon ganz schön viel?!"


Zack, der Rüssel kämpft sich in meinen Jutebeutel und schwups sind einfach mal 5 Bananen auf einmal im Schlund von "Ping" verloren gegangen. Ok, ich korrigiere - 20 Bananen sind wohl für einen Elefanten keine große Menge, sondern eher ein kleiner Frühstückssnack.


Anfangs bin ich noch etwas ängstlich: Selbst das dreijährige "Elefantenbaby" ist größer als ich und mir körperlich haushoch überlegen. Wenn dann noch der Rüssel über jeden möglichen Weg versucht in meinen Beutel zu gelangen, wird einem schon mal ein bisschen anders. Wenn sich ein Elefant auf mich drauf setzen würde, wär ich halt einfach platt wie eine Briefmarke.


Mit der Zeit wächst jedoch das Vertrauen. Die Rüssel fühlen sich schon verrückt an und es ist erstaunlich, wie viel Kraft darin steckt. Diese Tiere nutzen den Rüssel wie eine Hand und können richtig greifen und ordentlich zupacken.


Das wird auf dem Spaziergang durch den Dschungel sehr oft demonstriert - Hier mal ein Blatt, da ein ganzer Ast oder gleich der gesamte Busch. Blöd nur wenn man unter so einem Ast steht und gefühlte 300 Spinnen und Käfer auf einen hinunter regnen. Na ja, nachdem ich in den letzten Wochen sehr viele Dschungelerfahrungen gesammelt habe, schreie ich nur noch innerlich in mich hinein.


Ich bin einfach zu entzückt von den mampfenden Geräuschen des Elefanten Babys vor mir, das innerhalb von 10 Sekunden einen Busch und meine drei letzten Bananen (gleichzeitig!) in sich verschwinden lässt.


Dann wird es Zeit für die ersten Badeversuche. Für die Mutter kein Problem - sie stiefelt elegant in das kleine Wasserloch am Rande des Dschungels und trinkt ein paar Schlücke. Das Baby wackelt ihr nach und versteht wohl nicht ganz, dass es am Eingang des Beckens eher schlammig und matschig ist. Gut das die Mutter da helfen kann.



Dann geht es endlich zum Baden - aber nicht in normalem Wasser. Nein, ich hüpfe mit den Elefanten zusammen in einen riesigen Teich aus Schlamm. Ein Traum wird wahr - ich bin von oben bis unten dreckig, schmiere die Elefanten mit dem Schlamm ein und bewerfe den ein oder anderen Elefantenhüter neben mir. Als Erwachsener hat man viel zu selten die Chance im "Dreck zu spielen".



Doch wer sich schmutzig macht, muss sich auch wieder sauber machen. Es geht weiter in den nächsten Teich - hier findet nun das eigentliche Baden statt. Die Elefanten tauchen, schwimmen und spritzen mit ihren Rüsseln riesige Wasserfontänen in die Luft: Und ich mittendrin. Unglaublich!




Das Elefantenbaby taucht um mich herum, taucht auf und es wirkt fast so - als würde es mir zu lächeln. Anschließend geht es wieder aus dem Wasser und ich darf tatsächlich ein kleines Schlaflied für eines der Babys singen (Wahnsinn!). Die Aufnahme bekommt ihr natürlich in wenigen Tagen zu hören ;).


Mit diesen ganzen Bildern, Eindrücken und Begegnungen falle ich schon um 19 Uhr Abends ins Bett und schlafe wie ein Stein. Hier verlinke ich euch den Elefanten-Hof in Chiang Mai - Solltet ihr mal dort sein, ist dieser Ausflug zu 100 % zu empfehlen.



Bis nächsten Sonntag (da nehme ich euch dann mit nach Myanmar)!


Ganz liebe Grüße


Eure Mira Mond



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